Sind Online Spiele gefährlich?
Ob Onlinespiele gefährlich sind oder nicht, wird in der Regel sehr stark unterschätzt. Nicht nur die Nutzer selber können die mögliche Gefahr nicht einschätzen. Auch die unmittelbare Verwandtschaft oder die Menschen, die regelmäßig mit der Person zu tun haben, bekommen die Gefahr nicht mit oder übersehen sie konsequent.
Besonders Eltern gehören in den Kreis der Menschen, die die große Gefahr in der Regel nicht sehen. So sollte man umgehend alarmiert sein, wenn das Kind mehr Zeit vor dem eigenen Rechner verbringt, anstatt sich mit Freunden zu treffen oder den schulischen Aufgaben nachzugehen. Dies kann bereits ein Zeichen dafür sein, dass ein gewisses Suchtpotential vorhanden ist, welches man keinesfalls unterschätzen sollte.
Der Grat zur Sucht nach Onlinespiele ist in der Regel sehr schmal gehalten, so dass man den Übergang zwischen realer und virtueller Welt meist gar nicht mitbekommt. Doch neben der Sucht gibt es weitaus mehr Gefahren, die keinesfalls unterschätzt werden sollten und trotzdem nicht die nötige Beachtung finden. So kann man durchaus schwere psychische Störungen erleiden, wenn man in die Sucht der Onlinespiele verfällt. Die reale Welt wird dann durch die virtuelle ersetzt, soziale Kontakte verlieren immer weiter an Bindung und brechen letztendlich gänzlich auseinander.
Auch das eigene Selbstwertgefühl leidet enorm unter den Onlinespielen. Hat man keinerlei soziale Kontakte mehr und kommt somit auch nicht mehr unter Menschen, verändert sich auch die Meinung zum eigenen Wesen. Depressionen können häufig die Folge sein.
Doch neben der Sucht verbergen sich hinter den Onlinespielen noch mehr Gefahren, die man so im ersten Moment gar nicht wahr nimmt. So spricht man auch häufig bei Amokläufern davon, dass diese Personen in die Sucht der Onlinespiele verfallen sind. So können auch sogenannte „Ballerspiele“ als Sprungbrett genommen werden, um von der Realität in die virtuelle Welt zu gelangen. Jedoch sollte dies nicht zwingend als positiver Aspekt angesehen werden, denn häufig führen diese Ballerspiele dazu, dass man die Realität vollends missversteht und wesentliche Unterschiede nicht mehr wahrnimmt.
Die Anerkennung, die der Spieler in solchen Spielen erhält, will er selbstverständlich auch im wirklichen Leben haben. Doch leider ist es dabei nicht unbedingt einfach, diese einfach so zu erhalten. So ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen und vor allem Jugendliche, auf unterschiedlichste Art und Weise auf sich aufmerksam machen wollen und dabei vor nichts mehr zurück schrecken. Immer öfter kommt es zu Amokläufen, die man sich anfangs nicht erklären kann. Häufig wird auf das Familienleben oder die sozialen Kontakte zurück geschlossen. Das eventuell der Einfluss von Videospielen mit im Spiel sein könnte, wird dabei häufig unterschätzt.
Jedoch gibt es auch andere Formen des Onlinespielens, bei denen man süchtig werden kann. So gibt es die sogenannten Glücksspiele. Die Sucht macht in diesem Falle auch krank und kann zu einer enormen Verschuldung führen. Weitere Folgen wären Kriminalität und Depressionen. Auch hier ist es nicht üblich, dass die Betroffenen sich frühzeitig eingestehen, dass sie ein Problem haben. Sollte man feststellen, dass jemand im Bekanntenkreis dem Glücksspiel verfallen ist, weil er sich beispielsweise ständig Geld leiht und man es nie wieder sieht, sollte man nicht die Augen verschließen, sondern offen auf die Person zugehen und diese konfrontieren. Nur so ist die Chance gegeben, dass man den Betroffenen auf sein Problem aufmerksam machen kann.