Pokerstrategion: Tells und Outs
Wer schon mal im Fernsehen Pokermeisterschaften beobachtet hat, hat sich sicher über die vielen Sonnenbrillen, Caps und seltsamen Accessoires gewundert. Beim Poker geht es wirklich darum, den Gegner so gut wie möglich abzulenken, so dass er nicht bemerkt, in welcher Situation man sich befindet. Richtig gute Player können aus jedem Pokerface raus lesen, ob jemand blufft oder wirklich gute Karten in der Hand hat. Poker spielen ist mitunter kein einfaches Spiel, wenn man es ernsthaft spielen möchte. Es gibt so viele Details, auf die man achten muss. Deswegen ist die höchste Disziplin = Konzentration.
Tells = Bewegungen, die einem verraten können.
Tells nennt man Bewegungen und Gesten, die man während des Spieles so von sich gibt. Profis können diese wie gesagt sofort entschlüsseln. Deswegen darf man nie zu viel von sich preisgeben. Wer gute Karten in der Hand hat, sollte nicht sofort nervös werden. Viele Spieler, die gute Karten haben, fangen an wirres Zeugs zu sprechen, Blicken nervös in die Runde und klappern mit den Chips herum. Einige dieser Gesten werden ausgeführt, ohne dass man es eigentlich merkt. Wie gesagt, Profis kennen jede Bewegung. Diese Menschen haben schon viele Gewinner und Verlierer gehen sehen. Nur weil jemand nervös tut, heißt das aber noch lang nichts Gutes. Es kann auch genauso passieren, dass jemand diese Strategie einsetzt, um alle anderen zum „Fold“ zu bringen. Pokern ist Schauspielen pur. Nur, wer seine Fähigkeiten, passend einsetzt, wird am Ende auch gewinnen. Die vorhin erwähnten Kappen und Sonnenbrillen sehen manchmal wirklich witzig aus. Besonders, wenn man mitten in der Nacht spielt. Diese verschleiern aber durchaus die Augenbewegungen. Hat man eine dabei, unbedingt aufsetzen. So kann einem Niemand in das Pokerface starren.
Outs = Auswege
Weiß man, wie viele Outs man pro Spiel hat, kann man das Spiel viel leichter gewinnen. Dazu muss man das Verhältnis der Karten kennen. Gespielt wird mit 52 Karten, davon liegen drei Karten am Tisch und zwei hält man in der Hand. Zwei Karten sind noch unbekannt. Das bedeutet in dem Fall. Von 47 Karten hat man jetzt 8 Karten, die einem helfen weiter zu kommen. Die Chancen liegen bei 17%. Am Schluss kommt noch die River Karte hinzu. Die Chancen erhöhen sich also noch mal. Nun hat man schon 34% Chancen, dieses Spiel zu gewinnen, wenn man passende Karten für einen „Straight“ hat. Theoretisch könnte man mit dieser Theorie, jedes 3. Spiel gewinnen. Man sollte sich aber weiterhin eher aufs eigene Gefühl, als auf die Wahrscheinlichkeitsrechnung verlassen. Denn dieser darf man niemals vertrauen. Es kommt meistens genau dann anders, wenn man nicht damit gerechnet hat.
Um die Outs wirklich gut einsetzen zu können, muss man die Formel wirklich auswendig können. Hat man sie aber einmal intus, ist es ganz einfach. Die Chancen stehen dadurch auf jeden Fall viel höher. Ein garantierter Sieg ist es aber nicht. Es geht auch hier nur darum, ob man überhaupt zum Zug kommt. Wenn die anderen Mitspieler viel bessere Blätter haben, bringt einem die Outs Berechnung auch nichts mehr. Glück braucht man auch hier ein wenig.