Showdown – jetzt wird es spannend!
Wurden alle Karten verteilt, müssen alle in der Runde ein letztes Mal bieten. Bleiben in dieser Runde mehr als ein Spieler übrig und es sind alle mitgegangen, kommt es zum Showdown. In diesem Moment müssen alle Mitspieler, die noch dabei sind ihre Karten vorzeigen. Das beste Pokerblatt gewinnt dann auch den Pott.
Die Person, die als Letztes in der Runde erhöht hat, muss die Karten als Erstes zeigen. Danach geht es im Uhrzeigersinn weiter. Ob die Mitspieler ihre Karten zeigen wollen oder nicht, bleibt ihnen selbst überlassen. Man sollte sie zum Beispiel nicht zeigen, wenn der Vorige ein eindeutiges besseres Blatt hat, als man selbst.
Bevor der Gewinner jetzt endgültig ermittelt wird, kassiert zuerst der Veranstalter einen sogenannten Rake. Das ist eine Gebühr, die von Pokerräumen im Casino oder sonst wo, eingehoben wird. Sozusagen, als Provision fürs Haus.
Wurde der Rake eingehoben werden alle Blätter verglichen. Der Mitspieler mit den besten Karten gewinnt den restlichen Pott. Natürlich kann es auch passieren, dass alle Spieler aussteigen (folden). Dann gewinnt derjenige, der als Letztes übriggeblieben ist. Hat man wirklich soviel Glück, dass man am Ende übrigbleibt, muss man die Karten nicht zeigen.
Split Plots – wenn mehrere gewinnen…
Natürlich kann es auch passieren, dass es zu einem Split Pot kommt. In dem Fall wird der ganze Pot zwischen zwei oder sogar mehreren Spielern aufgeteilt. Es kommt sogar ziemlich oft vor, dass Spieler Karten haben, die gleich viel wert sind. Am Anfang scheint das noch alles sehr kompliziert zu sein. Aber man gewöhnt sich schnell daran.
Ein Beispiel für einen Split Pot:
Spieler 1 hat A-J
Spieler 2 hat A-10
Spieler 3 hat A-Q
Auf dem Tisch liegen 3-3-K-K-9
Schaut man sich das Ganze an, würde man meinen, dass Spieler 3 den Pot gewonnen hat. Da aber alle Spieler ein „Two Pair“ haben, zählen die Karten, J, 10 und Q in dem Fall nicht. Es haben also alles diese Runde gewonnen und der Pot wird gerecht aufgeteilt.
Für Anfänger scheint das wirklich etwas kompliziert. Wer aber viel übt und beobachtet, wird schnell den Dreh raus haben. Poker spielen kann man schlecht in 5 Minuten lernen. Manche brauchen ein paar Monate um den richtigen Durchblick zu erhalten. Wenn man sich überhaupt nicht auskennt, sollte man sich nicht in ein Pokerturnier wagen. Abgesehen davon, dass man verliert, wird man sich blamieren. Weil man sich nicht wirklich auskennt. Tipp: Wer keine Pokerfreunde hat, die mit einem üben, kann man ruhig Onlinepoker spielen. Es gibt genug Anbieter im Internet, die einem dabei helfen. Es gibt Spiele für Anfänger, für Fortgeschrittene und gemischtes Publikum. Man kann überall reinschnuppern und gucken, wie so gespielt wird. Natürlich lassen sich die Mitspieler nicht in die Karten schauen. Aber man lernt das rundherum wunderbar kennen. Auch zu empfehlen ist das Set „Pokern für Dummies.“ In diesem sind Karten enthalten, die nützliche Hinweise geben. Diese sind am Anfang wirklich sehr hilfreich. Pokern spielt man nicht, Pokern muss man lernen, um es einmal wirklich zu beherrschen.