Poker Crashkurs – Texas Hold em Regeln
Will man ein Pokerspiel im Wesentlichen beschreiben, kann man die Form des Texas Hold´em nutzen. Alle anderen weiter vorhandenen Formen unterscheiden sich nur unwesentlich von dieser Variante.
Vor Spielbeginn bekommen alle Mitspieler eine aufgedeckte Karte vorgelegt. Auch bei einem Onlinespiel ist dieser Ablauf gängig. Denn mittlerweile wird Poker auch gerne im World Wide Web gespielt, sodass man nicht mehr extra den Weg ins Casino in Anspruch nehmen muss, sondern einfach und schnell an einem sogenannten Online-Casino teilnehmen kann.
Derjenige, der nunmehr die höchste aufgedeckte Karte erhalten hat, wird als Dealer bezeichnet und beginnt. Wer letztendlich der Dealer ist, wird durch einen Dealer Button angezeigt. Haben dabei zwei Spieler die gleiche Karte, entscheidet die Farbe des Blattes. Der Dealer Button wandert während des Spieles von Spieler zu Spieler im Uhrzeigersinn weiter. Das heißt, dass jeder Spieler nacheinander einmal Dealer ist. In einem richtigen Casino ist der Kartengeber jedoch nicht der Dealer, sondern eine externe Person, die sonst gar nicht am Spiel teilnimmt.
Die ersten zwei Spieler, die links vom Dealer sitzen, müssen in jedem Fall einen Einsatz bringen, die sogenannten Blinds, wobei zwischen dem Small Blind und dem Big Blind unterschieden wird. Diese Einsätze müssen geboten werden, bevor überhaupt die Karten ausgegeben werden. Der Small Blind stellt in der Regel die Hälfte der Höhe des Big Blinds dar.
Der Spieler, der nunmehr links neben dem Big Blind sitzt, beginnt mit dem Spiel. Zu ihm sagt man gerne auch „under the gun“, da er sich praktisch unter der Pistole befindet, wenn er den ersten Zug macht. Er liefert sich als Erstes aus und trägt letztendlich dazu bei, wie das Spiel gesteuert wird. Der Big Blind ist der letzte, der an der Reihe ist. Sollte es zwischendurch zu keiner Erhöhung des Einsatzes gekommen sein, kann er dies nunmehr noch tun. Alle nachfolgenden Spieler müssten nun erneut mitziehen, um weiter im Spiel bleiben zu können. In den weiteren Runden ist nunmehr der Small Blind der Erste, der am Zuge ist und der Dealer der Letzte, der überhaupt die Gelegenheit bekommt, einen Zug zu setzen. Dabei hat dieser sich bereits ein umfangreiches Wissen über das Blatt der anderen Mitspieler aneignen können und kann nunmehr das Spielgeschehen im Wesentlichen wenden.
Sind nur noch zwei Spieler am Tisch, die aktiv mitspielen, kommt es zu einem sogenannten Heads Up und es gelten andere Regeln.
Die Höhe der Blinds bei den Turnieren hängt im Wesentlichen erst einmal von der Art des Turniers ab. Auch die Länge des bereits gelaufenen Turniers spielt eine Rolle. Besonders bei Fernsehturnieren steigen die Blinds relativ schnell und sind auch schon zu Beginn sehr hoch, sodass ein wenig Spannung in die ganze Sache hinein gebracht werden kann. In Onlinespielen kann man normalerweise selber wählen, welche Blinds man bevorzugt. Es gibt dann meistens ein gewisses Zeitlimit. Ist dieses abgelaufen, steigen auch die Blinds. Ähnlich kann es sich auch bei Fernsehturnieren verhalten. Das wohl berühmteste Poker-Turnier, welches auch gern im Fernsehen gezeigt wird, ist die World Series of Poker.